Friday, January 7. 2011
Die Verweigerung der Realität
Aber auch so ist meine Mutter mit 88 Jahren: Überzeugt davon, weitermachen zu können, wieder von neuem zu beginnen, eine neue Chance zu erhalten, wenn sie nur tut, was alle anderen ihr sagen, wenn sie glaubt, was die anderen als das beste empfinden, - ein Ur-Vertrauen in die Medizin.
Andererseits - was bleibt ihr auch übrig?
Was weiter passiert, ist die Verweigerung der Realität. Im ersten Moment der Schock. Im zweiten Moment dann der Rettungsanker - ohja, es gibt eine Therapie. - Was bleibt ihr übrig, als nach diesem Anker zu greifen? - Sie verdrängt die Realität, die eigentliche Wahrheit hinter all dem Gesagten, die Essenz, die Quintessenz, in das hinterste Eck ihres Bewusstseins. Nichts ist für sie so wie es für andere ist. Sie ist nun in ihrem eigenen Universum, in ihrer eigenen Er-Lebenswelt - niemand kann zu ihr vordringen. Nicht einmal ich.
Wahrscheinlich ist dies ein möglicherweise wirkungsvoller Schutz des Unterbewusstseins vor der Zerstörungswut des Körpers, wenn er erfährt, was mit ihm los ist. Wenn er realisieren würde, was als grosses Ganzes hinter all dem Gesagten und Vorgeschlagenen steht. ... Was der Weisheit letzter Schluss ist, das End-Ziel dieses Weges, den einzuschlagen man ihr/uns rät ...
Dieses Wissen tragen wir Mit-Wissenden mit uns. Dieses Wissen und die Realität dieses ungleichen Kampfes bleibt uns vorbehalten. Wir stellen uns schützend um sie herum. Wir kommen zwar nicht zu ihr durch, aber wir verhindern auch, dass Fremdes, Nicht-Gewolltes, Ängstigendes, Grauenhaftes zu ihr durchdringen könnte.
Wir ? - Nunja, meine Geschwister und ich.
Andererseits - was bleibt ihr auch übrig?
Was weiter passiert, ist die Verweigerung der Realität. Im ersten Moment der Schock. Im zweiten Moment dann der Rettungsanker - ohja, es gibt eine Therapie. - Was bleibt ihr übrig, als nach diesem Anker zu greifen? - Sie verdrängt die Realität, die eigentliche Wahrheit hinter all dem Gesagten, die Essenz, die Quintessenz, in das hinterste Eck ihres Bewusstseins. Nichts ist für sie so wie es für andere ist. Sie ist nun in ihrem eigenen Universum, in ihrer eigenen Er-Lebenswelt - niemand kann zu ihr vordringen. Nicht einmal ich.
Wahrscheinlich ist dies ein möglicherweise wirkungsvoller Schutz des Unterbewusstseins vor der Zerstörungswut des Körpers, wenn er erfährt, was mit ihm los ist. Wenn er realisieren würde, was als grosses Ganzes hinter all dem Gesagten und Vorgeschlagenen steht. ... Was der Weisheit letzter Schluss ist, das End-Ziel dieses Weges, den einzuschlagen man ihr/uns rät ...
Dieses Wissen tragen wir Mit-Wissenden mit uns. Dieses Wissen und die Realität dieses ungleichen Kampfes bleibt uns vorbehalten. Wir stellen uns schützend um sie herum. Wir kommen zwar nicht zu ihr durch, aber wir verhindern auch, dass Fremdes, Nicht-Gewolltes, Ängstigendes, Grauenhaftes zu ihr durchdringen könnte.
Wir ? - Nunja, meine Geschwister und ich.
Mit 88 Jahren noch einen Tsunami erleben
Mit 88 Jahren hat man ja ein Wahnsinns-Leben hinter sich. Man hat den Einmarsch des Verrückten in Deutschland mit-erlebt, man hat seinen Grössenwahn und den Zweiten Weltkrieg über-lebt, man hat nach dem Krieg wieder auf-gelebt, sein Bestes gegeben (auch wenn es nicht immer das Beste für alle anderen war ...) - man hat ein neues Leben wieder aufgebaut auf den Trümmern des alten. ...
Unterm Strich hat man 88 Jahre seines Lebens gelebt ... mit allen Höhen und Tiefen - mit allen Einbrüchen und Ausbrüchen, mit allen Einschränkungen und Ausuferungen - alles in allem könnte man eigentlich darauf stolz sein, dass man noch immer am Leben ist. - Und wieder einen über-lebt hat ...
Man glaubt, man hat fast alles er-lebt, was einem so über den Weg läuft ... Und kaum jemand zweiten gibt es, der mit 88 Jahren nochmal sein Leben umkrempelt, übersiedelt und den eigenständigen, selbständigen Lebensstil dem be-fürsorgten Stil vorzieht.
Voll Elan, Lebensmut und Zuversicht, voll Hoffnung, noch einige schöne Jahre erleben zu können, ... und dann schmettert eine solche Diagnose alle Versuche, nochmal aufzubauen, von vorn anzufangen - oder dort weiterzumachen, wo man irgendwann in einer schwachen Stunde unterbrochen hat ... nieder. Zerstört Hoffnung. Zuversicht. Rüttelt an der Überzeugung. Lässt Vertrauen erzittern, löst eine Flutwelle an Ängsten, Misstrauen, Ohnmacht aus ... Ein emotionaler Tsunami hat mich überrollt ... Unerbittlich. Unerwartet. Ungewollt.
Unterm Strich hat man 88 Jahre seines Lebens gelebt ... mit allen Höhen und Tiefen - mit allen Einbrüchen und Ausbrüchen, mit allen Einschränkungen und Ausuferungen - alles in allem könnte man eigentlich darauf stolz sein, dass man noch immer am Leben ist. - Und wieder einen über-lebt hat ...
Man glaubt, man hat fast alles er-lebt, was einem so über den Weg läuft ... Und kaum jemand zweiten gibt es, der mit 88 Jahren nochmal sein Leben umkrempelt, übersiedelt und den eigenständigen, selbständigen Lebensstil dem be-fürsorgten Stil vorzieht.
Voll Elan, Lebensmut und Zuversicht, voll Hoffnung, noch einige schöne Jahre erleben zu können, ... und dann schmettert eine solche Diagnose alle Versuche, nochmal aufzubauen, von vorn anzufangen - oder dort weiterzumachen, wo man irgendwann in einer schwachen Stunde unterbrochen hat ... nieder. Zerstört Hoffnung. Zuversicht. Rüttelt an der Überzeugung. Lässt Vertrauen erzittern, löst eine Flutwelle an Ängsten, Misstrauen, Ohnmacht aus ... Ein emotionaler Tsunami hat mich überrollt ... Unerbittlich. Unerwartet. Ungewollt.
und das Grauen hat einen Namen
Ja, das Ding aus dem Sumpf, das Alien, das Fremde, das Beängstigende hat einen Namen, eine Bezeichnung, eine Nomenklatur, es ist medizinisch beweisbar, nachweisbar, belegbar, untersuchbar, analysierbar, theoretisierbar, ... was auch immer. Es ist einfach da.
Krebs.
Um exakt zu sein: Lymphdrüsenkrebs. Malignes grosszelliges B-Lymphom. NHL - Non Hodgkin Lymphom. Extrem aggressiv und wütend zerstört es den Körper meiner Mutter. Diagnose im Juli 2010.
Eigentlich kein Todesurteil. - Zum Glück ist dieses Ding (aus dem Sumpf) sehr aggressiv - denn das ist auch seine Schwachstelle: Es lässt sich sehr gut und genauso aggressiv behandeln. ... Dass ich nicht lache.
Man sollte solche Dinge, die aus Sümpfen, von anderen Planeten - aus dem Nichts - Nirgendwo - aus dem Dunkel der Schatten - aus dem namenlosen Grauen - aus den Parallelwelten zu uns kommen - nicht versuchen, festzumachen und damit mutmasslich be-schreibbar, be-handelbar, be-herrschbar zu machen.
Das funktioniert mit so animalischen Wesen einfach nicht.
Denn die machen, was sie wollen. Aber sicher nicht das, was sie sollen.
So sind sie, die Dinger, die dem Grauen entspringen. ...
Krebs.
Um exakt zu sein: Lymphdrüsenkrebs. Malignes grosszelliges B-Lymphom. NHL - Non Hodgkin Lymphom. Extrem aggressiv und wütend zerstört es den Körper meiner Mutter. Diagnose im Juli 2010.
Eigentlich kein Todesurteil. - Zum Glück ist dieses Ding (aus dem Sumpf) sehr aggressiv - denn das ist auch seine Schwachstelle: Es lässt sich sehr gut und genauso aggressiv behandeln. ... Dass ich nicht lache.
Man sollte solche Dinge, die aus Sümpfen, von anderen Planeten - aus dem Nichts - Nirgendwo - aus dem Dunkel der Schatten - aus dem namenlosen Grauen - aus den Parallelwelten zu uns kommen - nicht versuchen, festzumachen und damit mutmasslich be-schreibbar, be-handelbar, be-herrschbar zu machen.
Das funktioniert mit so animalischen Wesen einfach nicht.
Denn die machen, was sie wollen. Aber sicher nicht das, was sie sollen.
So sind sie, die Dinger, die dem Grauen entspringen. ...
Von den Ohnmächten ...
Unglaublich, aber es ist fast ein Jahr her, dass ich hier etwas öffentlich gesagt habe - nein, geschrieben habe. Habe ich wirklich ein Jahr lang öffentlich geschwiegen?
Wohl wahr, ...
Ist so viel passiert ...
Warum's mich jetzt wieder zum Schreiben drängt, ist, dass ich das Gefühl habe, zu explodieren, wenn ich es nicht rauslasse, was mich niederdrückt. Was mich gefangenhält und was mich ohnmächtig macht.
Aber ich weiss, es muss raus - weil in mir kann's nicht bleiben. Hat keinen Bestand. Geht vorüber. Erdrückt mich. Fesselt mich. Hält mich klein und hilflos. - Ohnmächtig.
Ohne Macht - ohnmächtig - so fühle ich mich seit Monaten. Spätestens seit dem Tag, an dem es gewiss war, dass ich einen wichtigen Menschen in meiner Familie wohl oder übel loslassen muss. Aber eben nicht so von jetzt auf dann, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung - nein, ganz bewusst und mit vollem Bewusstsein ... Mit-Er-Leben, Mit-Ge-Fühlen, Mit-Leiden, hautnah am Geschehen sein, Mit-Bekommen, Sehen, Hören, Spüren, Wahrnehmen, - ohne Narkose, ohne Valium, ohne Möglichkeit, sich irgendwohin zu verkriechen. Wegzusehen. Wegzufühlen. Wegzuhören. Ohne die Möglichkeit, einfach zuzumachen. Das Licht auszuknipsen. Einfach nicht dazusein. - Ich sehe Dich nicht, also siehst auch Du mich nicht.
Nein, njet, nother - geht nicht. Alles ist da. Jeden Tag. Jede Stunde, jede Minute - evident und hautnah. Ob ich will oder nicht. Ich muss hinsehen. Kann nicht weglaufen. Bin gefesselt. Angekettet. Verdammt dazu, es mit-zu-leben, es mit-zu-sehen, mit-zu-fühlen, dabeizusein.
Einfach ohnmächtig.
Wohl wahr, ...
Ist so viel passiert ...
Warum's mich jetzt wieder zum Schreiben drängt, ist, dass ich das Gefühl habe, zu explodieren, wenn ich es nicht rauslasse, was mich niederdrückt. Was mich gefangenhält und was mich ohnmächtig macht.
Aber ich weiss, es muss raus - weil in mir kann's nicht bleiben. Hat keinen Bestand. Geht vorüber. Erdrückt mich. Fesselt mich. Hält mich klein und hilflos. - Ohnmächtig.
Ohne Macht - ohnmächtig - so fühle ich mich seit Monaten. Spätestens seit dem Tag, an dem es gewiss war, dass ich einen wichtigen Menschen in meiner Familie wohl oder übel loslassen muss. Aber eben nicht so von jetzt auf dann, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung - nein, ganz bewusst und mit vollem Bewusstsein ... Mit-Er-Leben, Mit-Ge-Fühlen, Mit-Leiden, hautnah am Geschehen sein, Mit-Bekommen, Sehen, Hören, Spüren, Wahrnehmen, - ohne Narkose, ohne Valium, ohne Möglichkeit, sich irgendwohin zu verkriechen. Wegzusehen. Wegzufühlen. Wegzuhören. Ohne die Möglichkeit, einfach zuzumachen. Das Licht auszuknipsen. Einfach nicht dazusein. - Ich sehe Dich nicht, also siehst auch Du mich nicht.
Nein, njet, nother - geht nicht. Alles ist da. Jeden Tag. Jede Stunde, jede Minute - evident und hautnah. Ob ich will oder nicht. Ich muss hinsehen. Kann nicht weglaufen. Bin gefesselt. Angekettet. Verdammt dazu, es mit-zu-leben, es mit-zu-sehen, mit-zu-fühlen, dabeizusein.
Einfach ohnmächtig.
Wednesday, January 20. 2010
mein verlassener Blog ...
Lang ist's her, dass ich gebloggt habe ... ist auch viel passiert in den letzten Wochen/Monaten.
Aber heute will ich einfach nur nicht vergessen:
Der Blog eines lieben Studienkollegen, mit dem ich eine Monster-Teamarbeit an der Uni verfasst habe (die Studie zum "neuen 'Manns-Bild' in der Werbung") und seine Erfinder-Seiten:
http://cocoschock.de/
und sein Erfinder-Laden in Berlin: http://erfinderladen-berlin.de/ - mit seinem Magazin für Erfinder: http://www.land-der-erfinder.ch/?p=1363
und der Blog seiner Partnerin: http://madamejordan.de/ wo es immer neue kreative Ideen - für Kinder und Erwachsene gibt, selbstgemacht und Unikate. Manchmal gibt's auch Anleitungen - sehr interessant.
Und wo sind solche Infos besser aufgehoben als in meinem Blog? - Nirgendwo. siehste.
Deshalb sind sie hier.
Bis denn mal wieder ...
Aber heute will ich einfach nur nicht vergessen:
Der Blog eines lieben Studienkollegen, mit dem ich eine Monster-Teamarbeit an der Uni verfasst habe (die Studie zum "neuen 'Manns-Bild' in der Werbung") und seine Erfinder-Seiten:
http://cocoschock.de/
und sein Erfinder-Laden in Berlin: http://erfinderladen-berlin.de/ - mit seinem Magazin für Erfinder: http://www.land-der-erfinder.ch/?p=1363
und der Blog seiner Partnerin: http://madamejordan.de/ wo es immer neue kreative Ideen - für Kinder und Erwachsene gibt, selbstgemacht und Unikate. Manchmal gibt's auch Anleitungen - sehr interessant.
Und wo sind solche Infos besser aufgehoben als in meinem Blog? - Nirgendwo. siehste.
Bis denn mal wieder ...
Thursday, October 15. 2009
Speckstein - mein Seelenklempner
Während der Reha 2009 in Bad Hall kennen- und liebengelernt: Speckstein. (Talk, Talkstein, Speckstein, Federweiß, Mg6(OH)4 [Si8O20]) Da er eines oder sogar das weichste Gestein auf unserer Erde ist, und sich manchmal sogar mit dem Fingernagel ritzen lässt (manche Arten zumindestens), kann man - kann ich - ihn sehr gut bearbeiten. Manche Arten, wie gesagt, leichter - manche sind einfach sehr hartnäckig. Aber so ist Stein eben - ein Naturprodukt.
Steine sind ja immer schon mein Objekt der Begierde gewesen. - Nachdem ich das Speckstein-Schleifen in der Reha in der Ergotherapie kennen- und liebengelernt habe, bin ich noch inniger mit ihnen verschmolzen. Speckstein hat die Angewohnheit, sich zu formen, indem man abträgt - also feilt, raspelt, sägt, ... und um einen schönen "Schliff" zu bekommen, man den Stein dann mit Schmirgelpapier glatt und glänzend poliert. - Dabei verwende ich anfangs ein 80er Papier, und steigere mich rauf bis zum 1200er Papier, das man eigentlich normalerweise für Autolack verwendet. ... Aber je intensiver und geduldiger ich arbeite am Stein, umso mehr dankt er es mir dann auch. - Zuletzt dann mit Steinöl eingeölt, entstehen wunderbar glänzende, dauerhafte und an Marmor erinnernde Gebilde - wie mein Meisterstück hier, der Delphin. In ihm liegt all die Kraft, all die Energie, der Mut und die Gesundung, die mir in Bad Hall zuteil geworden sind. Ich hab ihn gleich im Anschluss an die Reha auf meinem Balkon hier in ca. 50 Stunden Arbeit geschliffen. Und bin uuur-stolz auf ihn.



Steine sind ja immer schon mein Objekt der Begierde gewesen. - Nachdem ich das Speckstein-Schleifen in der Reha in der Ergotherapie kennen- und liebengelernt habe, bin ich noch inniger mit ihnen verschmolzen. Speckstein hat die Angewohnheit, sich zu formen, indem man abträgt - also feilt, raspelt, sägt, ... und um einen schönen "Schliff" zu bekommen, man den Stein dann mit Schmirgelpapier glatt und glänzend poliert. - Dabei verwende ich anfangs ein 80er Papier, und steigere mich rauf bis zum 1200er Papier, das man eigentlich normalerweise für Autolack verwendet. ... Aber je intensiver und geduldiger ich arbeite am Stein, umso mehr dankt er es mir dann auch. - Zuletzt dann mit Steinöl eingeölt, entstehen wunderbar glänzende, dauerhafte und an Marmor erinnernde Gebilde - wie mein Meisterstück hier, der Delphin. In ihm liegt all die Kraft, all die Energie, der Mut und die Gesundung, die mir in Bad Hall zuteil geworden sind. Ich hab ihn gleich im Anschluss an die Reha auf meinem Balkon hier in ca. 50 Stunden Arbeit geschliffen. Und bin uuur-stolz auf ihn.
Monday, October 12. 2009
... Und Felix ging über den Regenbogen ...
eine Woche ist es nun her, dass wir die Entscheidung treffen mussten. Leben oder nicht. Felix, unser geliebter Kater, 10 Jahre alt und ein absolut süsser leidenschaftlicher Schnuddelbär, hat seinen letzten Atemzug getan und den Weg in eine andere Welt, über den Regenbogen hinaus, angetreten.
Schlimm, dass diese Entscheidung uns übertragen wurde - Sein oder Nicht-Sein. Einerseits. Andererseits hatten wir die Verantwortung für sein Leben und für die Qualität seines Lebens. Und diese Verantwortung musst du als Tierbesitzer letztlich wahrnehmen. Ob sie dir schmeckt oder nicht. Ob sie dich glücklich macht oder nicht. Ob du es willst oder nicht.
So nahmen wir denn die leidvolle Verantwortung, ihm ein leidvolles Dasein zu ersparen und erwiesen ihm die letzte Ehre, gaben ihm in den letzten Atemzügen unsere Nähe, unseren Geruch, all unsere Liebe und auch all unseren Mut mit auf den Weg.
Wir sehen uns wieder, kleiner Halbstarker
in einer anderen Welt zu einer anderen Zeit. Ich hoffe nur, dass Du es nun besser hast als hier in dieser Welt - dass Du erfolgreich bist im Jagen nach Schmetterlingen und anderem Fluggetier - Mäuse hast Du ja lebend nie wirklich zu Gesicht bekommen. ... Wahrscheinlich hättest Du Dich eh vor ihnen gefürchtet. ... Und dass Du wieder ruhig atmen kannst, schlafen, fressen und schmerzfrei Dich von dem Gegessenen befreien kannst ...
Danke, dass Du uns so viel uneingeschränkte Liebe gegeben hast. Wir haben Dich sehr lieb. Und auch, wenn Du jetzt nicht hier bist - in unseren Herzen hast Du für immer einen Platz.
Schlimm, dass diese Entscheidung uns übertragen wurde - Sein oder Nicht-Sein. Einerseits. Andererseits hatten wir die Verantwortung für sein Leben und für die Qualität seines Lebens. Und diese Verantwortung musst du als Tierbesitzer letztlich wahrnehmen. Ob sie dir schmeckt oder nicht. Ob sie dich glücklich macht oder nicht. Ob du es willst oder nicht.
So nahmen wir denn die leidvolle Verantwortung, ihm ein leidvolles Dasein zu ersparen und erwiesen ihm die letzte Ehre, gaben ihm in den letzten Atemzügen unsere Nähe, unseren Geruch, all unsere Liebe und auch all unseren Mut mit auf den Weg.
Wir sehen uns wieder, kleiner Halbstarker
Danke, dass Du uns so viel uneingeschränkte Liebe gegeben hast. Wir haben Dich sehr lieb. Und auch, wenn Du jetzt nicht hier bist - in unseren Herzen hast Du für immer einen Platz.
Tuesday, May 5. 2009
Meine Rehabilitation ... Tag 2
Jetzt ist schon der 2. Tag meiner Reha vergangen - mehr oder weniger. Heute habe ich mir Kaffee fürs Zimmer gekauft - so ganz ohne, das geht zwar - aber nur "hatschert" - und nachmittags das Ortszentrum ein paarmal umrundet.
In einem Geschäft beim Vorbeigehen eine Tasche entdeckt - umgekehrt und die Tasche ein wenig näher begutachtet und innerhalb 1 Minute gekauft. - Meiner Kollegin habe ich bewiesen, dass ich entweder rasch das geeignete finde oder eben gar nicht. Suchen ist nicht mein Ding, das wird nix.
Dann im Cafehaus gesessen, erst zu zweit, dann zu fünft - einige Kollegen aus dem Sonnenpark (liebevoll auch Vogerlhaus genannt) sind zu uns gestossen und wir hatten eine echt angenehme Unterhaltung.
Es ist schön hier, wirklich. Jeden Morgen nach dem Frühstück gibt's eine Dreiviertelstunde "aktives Erwachen", das nach einem kurzen Spaziergang dann die Wahrnehmung des eigenen Fühlens und des eigenen Körpers stärken soll. Witzig, über den Asphalt oder die Wiese zu gehen und sich dabei vorzustellen, man geht barfuss über Kieselsteine oder auf Glatteis, oder weicht dutzenden Pfützen aus, oder springt in sie hinein.
Ich hätte das alles zu gern von fern auf Video gebannt ... aber ich war eine Aktivistin - und lustig war's.
Makaber, wie wenig man sich aber normalerweise selber spürt. ...
Anschliessend dann zur Ergotherapie - oh my god - alles, was ich je machen wollte, kann ich dort jetzt machen. Leider in nur 4 Stunden pro Woche - aber es wird sich schon einiges ausgehen. Linolschnitt, Buchbinden, Zeichnen, Malen, Seidenmalen, Tonarbeiten, Holzarbeiten, Speckstein schleifen
und so weiter ... herrlich, einfach herrlich.
Ich finde 4 Stunden pro Woche viel zu wenig. - Aber es ist mit der Ergotherapie genauso wie mit allen anderen Dingen und Situationen in dieser Rehabiliation: Lerne, mit deinen Energien sparsam umzugehen. Organisiere Dein Leben, egal ob bei der Arbeit oder bei kreativer Beschäftigung. Spüre, arbeite, werke - aber nicht zu viel von allem.
Sei achtsam mit Dir selbst. Achte auf Dich und auf Deine Energien.
Das Credo der nächsten 6 Wochen
In einem Geschäft beim Vorbeigehen eine Tasche entdeckt - umgekehrt und die Tasche ein wenig näher begutachtet und innerhalb 1 Minute gekauft. - Meiner Kollegin habe ich bewiesen, dass ich entweder rasch das geeignete finde oder eben gar nicht. Suchen ist nicht mein Ding, das wird nix.
Dann im Cafehaus gesessen, erst zu zweit, dann zu fünft - einige Kollegen aus dem Sonnenpark (liebevoll auch Vogerlhaus genannt) sind zu uns gestossen und wir hatten eine echt angenehme Unterhaltung.
Es ist schön hier, wirklich. Jeden Morgen nach dem Frühstück gibt's eine Dreiviertelstunde "aktives Erwachen", das nach einem kurzen Spaziergang dann die Wahrnehmung des eigenen Fühlens und des eigenen Körpers stärken soll. Witzig, über den Asphalt oder die Wiese zu gehen und sich dabei vorzustellen, man geht barfuss über Kieselsteine oder auf Glatteis, oder weicht dutzenden Pfützen aus, oder springt in sie hinein.
Anschliessend dann zur Ergotherapie - oh my god - alles, was ich je machen wollte, kann ich dort jetzt machen. Leider in nur 4 Stunden pro Woche - aber es wird sich schon einiges ausgehen. Linolschnitt, Buchbinden, Zeichnen, Malen, Seidenmalen, Tonarbeiten, Holzarbeiten, Speckstein schleifen
Ich finde 4 Stunden pro Woche viel zu wenig. - Aber es ist mit der Ergotherapie genauso wie mit allen anderen Dingen und Situationen in dieser Rehabiliation: Lerne, mit deinen Energien sparsam umzugehen. Organisiere Dein Leben, egal ob bei der Arbeit oder bei kreativer Beschäftigung. Spüre, arbeite, werke - aber nicht zu viel von allem.
Sei achtsam mit Dir selbst. Achte auf Dich und auf Deine Energien.
Das Credo der nächsten 6 Wochen
Monday, May 4. 2009
Meine Rehabilitation ... Tag 1
Na gut ... jetzt ist es soweit. Überraschend einige Tage früher den schweren Canossa-Gang nach Bad Hall angetreten zur Rehabilitation. Eine Einrichtung von pro mente - Sonnenpark heisst das Haus und hier soll ich mich nun psychisch (und physisch) erholen. (Klar, ohne psychische Erholung wird's auch mit der physischen nix)
Hier angekommen, eingecheckt, gleich eine Pflegebesprechung gehabt, dann in die Landesvilla gefahren, dort ausgepackt, das Zimmer halbwegs eingerichtet (hehe, hier hat jemand vor mir geraucht ... tststs - wird's ja mit den Rauchmeldern nicht so tragisch sein ..) - ab zum Mittagessen (seltsam seltsam) und dann zur medizinischen Untersuchung.
Alles okay - selbst mein Blutdruck war mir positiv gesinnt. ...
jetzt warte ich auf die Informationsveranstaltung für die Neuankömmlinge - die Hausregeln sind, was ich bis jetzt kennengelernt habe, sehr moderat. Das Personal, auch Ärzte, Therapeuten und Angestellte - sehr hilfsbereit und sehr freundlich.
Hm, ich bin noch immer kritisch, was sich hier für mich ändern wird - aber gesunde Kritik hat noch nie geschadet.
Freu mich schon auf Walking und kreative Stunden hier. Einfach mal abspannen und relaxen und mir selbst was gutes tun.
Es fängt auf jeden Fall schon mal ganz gut an.
Hier angekommen, eingecheckt, gleich eine Pflegebesprechung gehabt, dann in die Landesvilla gefahren, dort ausgepackt, das Zimmer halbwegs eingerichtet (hehe, hier hat jemand vor mir geraucht ... tststs - wird's ja mit den Rauchmeldern nicht so tragisch sein ..) - ab zum Mittagessen (seltsam seltsam) und dann zur medizinischen Untersuchung.
Alles okay - selbst mein Blutdruck war mir positiv gesinnt. ...
Hm, ich bin noch immer kritisch, was sich hier für mich ändern wird - aber gesunde Kritik hat noch nie geschadet.
Freu mich schon auf Walking und kreative Stunden hier. Einfach mal abspannen und relaxen und mir selbst was gutes tun.
Es fängt auf jeden Fall schon mal ganz gut an.
Thursday, April 23. 2009
ich bin's - dein böööörserl ...
wah, wenn ich diesen Spruch schon höre, rollen sich meine Zehennägel nicht nur hinunter, sondern auch seitwärts ... puh.
So gerne ich auch zum Spar mein hart verdientes Geld trage ... lieber jedenfalls als zum Billa oder anderswo hin ... mir krampfts jedes Mal angesichts der Werbung wirklich alle Nervenenden zusammen. S-Budget - der neue Renner - das immer runder und dicker werdende Bööörserl (erinnert mich an das Brot-Körberl der 90er-Jahre) ... der Hammer für mein sensibles Nervengerüst. - Aber ein Lob der Werbeagentur, die diesen unnötigen Krampf gut vermarktet: Es wird über diese Werbung gesprochen. Auch wenn sie negativ wahrgenommen wird. Spar bleibt im Gespräch. (ich erinnere mich gerade an die Humanic-Franz Werbung aus den Achtzigern ...)
Und warum ich mein Geld dem Spar notgedrungen lieber in den Rachen schiebe als dem Billa: Weil der Spar die älteren MitarbeiterInnen eingestellt hat. Beim Billa siehst immer nur junge Mädels (oder Burschen) - und bei jedem Besuch andere Gesichter. - Spar vermittelt mir den Eindruck einer längerlebenden Mitarbeiterbeziehung und einer menschlicheren Personalpolitik.
So gerne ich auch zum Spar mein hart verdientes Geld trage ... lieber jedenfalls als zum Billa oder anderswo hin ... mir krampfts jedes Mal angesichts der Werbung wirklich alle Nervenenden zusammen. S-Budget - der neue Renner - das immer runder und dicker werdende Bööörserl (erinnert mich an das Brot-Körberl der 90er-Jahre) ... der Hammer für mein sensibles Nervengerüst. - Aber ein Lob der Werbeagentur, die diesen unnötigen Krampf gut vermarktet: Es wird über diese Werbung gesprochen. Auch wenn sie negativ wahrgenommen wird. Spar bleibt im Gespräch. (ich erinnere mich gerade an die Humanic-Franz Werbung aus den Achtzigern ...)
Und warum ich mein Geld dem Spar notgedrungen lieber in den Rachen schiebe als dem Billa: Weil der Spar die älteren MitarbeiterInnen eingestellt hat. Beim Billa siehst immer nur junge Mädels (oder Burschen) - und bei jedem Besuch andere Gesichter. - Spar vermittelt mir den Eindruck einer längerlebenden Mitarbeiterbeziehung und einer menschlicheren Personalpolitik.
neulich im Supermarkt mit den Eiern von glücklichen Hühnern ...
... das ist so eine Sache mit dem Glücklich-Sein ... und dem Supermarkt.
Seitdem ich mit einer Seminarkollegin über das Leben getratscht habe, ist für mich im Supermarkt einiges anders geworden. Ich stehe oft 10 Minuten vor dem Eier-Regal und öffne fast jede Eierschachtel.
Warum? - Nun, wie einigen sicher schon aufgefallen ist, befinden sich in den Eierkartons - egal, ob gross oder klein - nebst Inhalt von 4, 6 oder 10 Eiern - noch Beipackzettel (zumindest in den meisten Eierkartons von "freilebenden glücklichen Hühnern"). Solche Beipackzettel, die man(n) nach dem Öffnen des Kartons meist achtlos weglegt, zerknüllt und der Wiederverwertung anheimführt. Oder - so wie ich vor diesem Kaffeetratsch mit derjenigen Seminarkollegin ... - dem Zettel kurze Beachtung schenkt, darauf liest, welche Herkunft diese Eier haben, die ich gerade gekauft habe. Ein Bild ist auch angedruckt - für die Nicht-Leser unter uns - entweder eine solide Bauernmaid (mit oder ohne Kind) oder ein grosses alpines Gehöft mitten im Grünen. Das den Eindruck vermitteln soll, dort laufen die Hendln noch im Garten rum und picken Würmer ... Bisher habe ich den Zettel erst dann zerknüllt, wenn ich die tibetanische Gedankenfolge zu Ende gedacht habe: "Wozu die diese Beipack-Informationen da reingeben - ich hab nicht vor, die holde Bauernmaid oder das Gehöft im Grünen zu besuchen und nachzusehen, wie es den Hendln da geht".
Gut, das war vor diesem besagten Kaffeetratsch für mich so. Danach hat sich alles geändert.
Tja, was hat sich geändert? - Jene Kollegin aus dem Seminar (übrigens war es die Lohnverrechnung) verriet mir ihr Geheimnis: Auf den Beipackzetteln (Fragen Sie Ihren Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen) findet sich nebst vielem anderen nämlich die Angabe, wieviele Hendln dieses Gehöft / diese Bauernmaid denn so "betreut". Tja, und siehe da - je weniger Hendln, desto besser der Geschmack der Eier. "Unter 1000 sollen's sein" meinte die Kollegin beim Kaffee. ... Und seitdem bin ich auf der Suche nach unter 1000 ... Ganz schön schwierig, kann ich nur sagen. Meist gehe ich einen Kompromiss ein und nehme nach 10 Minuten entnervt dann diejenigen von 1280 Hühnern ...
Aber der Gipfel: Je "freier" und "glücklicher" und landlebiger die Legebatterie-Robotniks lt. Karton-Angabe sein wollen - desto mehr Hühner nennt der Herkunftsstall sein eigen. - "Toni's Freilandeier" waren bisher der absolute Rekordhalter: Eier aus einer Legebatterie mit 11.000 Hühnern ... Da sag mir noch einer, dass das Freiland-Hühner sind - und dort draussen auf den grünen Wiesen ihre Würmchen picken ... (www.tonis.at)
Da lobe ich mir die Spar-Eier - den grössten Herkunftsstall bisher entdeckte ich mit 2.420 Hühnern ...
Tja, so ist das mit dem Landleben und dem Glücklich-Sein. ... Grauslich.
Seitdem ich mit einer Seminarkollegin über das Leben getratscht habe, ist für mich im Supermarkt einiges anders geworden. Ich stehe oft 10 Minuten vor dem Eier-Regal und öffne fast jede Eierschachtel.
Warum? - Nun, wie einigen sicher schon aufgefallen ist, befinden sich in den Eierkartons - egal, ob gross oder klein - nebst Inhalt von 4, 6 oder 10 Eiern - noch Beipackzettel (zumindest in den meisten Eierkartons von "freilebenden glücklichen Hühnern"). Solche Beipackzettel, die man(n) nach dem Öffnen des Kartons meist achtlos weglegt, zerknüllt und der Wiederverwertung anheimführt. Oder - so wie ich vor diesem Kaffeetratsch mit derjenigen Seminarkollegin ... - dem Zettel kurze Beachtung schenkt, darauf liest, welche Herkunft diese Eier haben, die ich gerade gekauft habe. Ein Bild ist auch angedruckt - für die Nicht-Leser unter uns - entweder eine solide Bauernmaid (mit oder ohne Kind) oder ein grosses alpines Gehöft mitten im Grünen. Das den Eindruck vermitteln soll, dort laufen die Hendln noch im Garten rum und picken Würmer ... Bisher habe ich den Zettel erst dann zerknüllt, wenn ich die tibetanische Gedankenfolge zu Ende gedacht habe: "Wozu die diese Beipack-Informationen da reingeben - ich hab nicht vor, die holde Bauernmaid oder das Gehöft im Grünen zu besuchen und nachzusehen, wie es den Hendln da geht".
Gut, das war vor diesem besagten Kaffeetratsch für mich so. Danach hat sich alles geändert.
Tja, was hat sich geändert? - Jene Kollegin aus dem Seminar (übrigens war es die Lohnverrechnung) verriet mir ihr Geheimnis: Auf den Beipackzetteln (Fragen Sie Ihren Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen) findet sich nebst vielem anderen nämlich die Angabe, wieviele Hendln dieses Gehöft / diese Bauernmaid denn so "betreut". Tja, und siehe da - je weniger Hendln, desto besser der Geschmack der Eier. "Unter 1000 sollen's sein" meinte die Kollegin beim Kaffee. ... Und seitdem bin ich auf der Suche nach unter 1000 ... Ganz schön schwierig, kann ich nur sagen. Meist gehe ich einen Kompromiss ein und nehme nach 10 Minuten entnervt dann diejenigen von 1280 Hühnern ...
Aber der Gipfel: Je "freier" und "glücklicher" und landlebiger die Legebatterie-Robotniks lt. Karton-Angabe sein wollen - desto mehr Hühner nennt der Herkunftsstall sein eigen. - "Toni's Freilandeier" waren bisher der absolute Rekordhalter: Eier aus einer Legebatterie mit 11.000 Hühnern ... Da sag mir noch einer, dass das Freiland-Hühner sind - und dort draussen auf den grünen Wiesen ihre Würmchen picken ... (www.tonis.at)
Da lobe ich mir die Spar-Eier - den grössten Herkunftsstall bisher entdeckte ich mit 2.420 Hühnern ...
Tja, so ist das mit dem Landleben und dem Glücklich-Sein. ... Grauslich.
Sunday, April 5. 2009
u2 und berlin - wir kommen! ;-))
ha, ich hab's geschafft: 2 karten für U2 in berlin - geil. 360-grad-bühne - wir sitzen zwar irgendwo, weil stehplatzkarten gab's keine (mehr), das macht aber nix. ich hoffe auf guten sound ... und schönes wetter
17. juli ist's soweit - billigflug nach berlin - ab ins hotelzimmer, samstag stadt-tour und anstellen vorm stadion ... dann concert - und sonntag noch den ganzen tag in berlin und montag den halben tag, bis zum rückflug nachmittags nach wien.
freu mich uuuuur schon drauf, weil ich komm dieses jahr eh nirgendwo hin. bist arbeitslos, darfst nicht ins ausland fahren - na gut, versteh ich auch irgendwie ... kommt scho irgendwie deppat an ... ein auf urlaub fahrender arbeitsloser ... gg
andererseits - das hat unser lohnverrechnungs-trainer immer wieder betont - ist die arbeitslosigkeit einfach nur ein versicherungsfall - immerhin hat ma jahrelang in die arbeitslosenversicherung eingezahlt - eben für den schadensfall, der halt jetzt eingetreten ist. okay, wenn ich's so sehe hab ich auch kein schlechtes gewissen, wenn ich übers wochenende nach berlin fahre - zur kranken tante
)))
freu mich uuuuur schon drauf, weil ich komm dieses jahr eh nirgendwo hin. bist arbeitslos, darfst nicht ins ausland fahren - na gut, versteh ich auch irgendwie ... kommt scho irgendwie deppat an ... ein auf urlaub fahrender arbeitsloser ... gg
andererseits - das hat unser lohnverrechnungs-trainer immer wieder betont - ist die arbeitslosigkeit einfach nur ein versicherungsfall - immerhin hat ma jahrelang in die arbeitslosenversicherung eingezahlt - eben für den schadensfall, der halt jetzt eingetreten ist. okay, wenn ich's so sehe hab ich auch kein schlechtes gewissen, wenn ich übers wochenende nach berlin fahre - zur kranken tante
... und weil wir grad so schön beim hose runterlassen sind ...
... mach ich mal wieder weiter 
sobald ich jemanden treffe (das vermeide ich ja ein wenig), wird mir die frage gestellt: "hey, was machst'n du jetzt?"- brrrr - die unangenehmste frage des jahrhunderts.
warum, weiss ich nicht wirklich. fühl ich mich wirklich als mensch zweiter klasse? nur weil ich eine auszeit nehme? und nichts "vorzuweisen" habe, was ich früher alles hatte? - meetings, einen vollen termin-kalender, führungsaufgaben, organisationsdenken, stress, neue visitenkarten, ein neues telefon ... etc. pp.
diese lange liste an dingen, die ein gut beschäftigter mittlerer manager einfach haben "muss", ist mir irgendwie in den letzten monaten abhanden gekommen.
ich manage keine betriebs-organisations-einheit mehr, sondern ich manage mich selbst. - tja, das ist genauso sarkastisch wie der haushalts-/familien-manager oder der facility-manager oder so ... finde ich. sag ich mal.
was tue ich also so in meiner auszeit? ich mach eine intensiv-therapie (anstrengend, aber mittlerweile erfolgreicher als früher - früher hatte ich in meiner therapeutin eher eine supervisorin für meinen mittleren management-job - diesen job hat sie übrigens auch sehr gut gemacht, finde ich, sag ich mal); ich arbeite an mir selbst und finde dinge über mich heraus, die einfach unglaublich sind. ... und das nach 45 jahren ...
ich arbeite geringfügig in der agentur eines ehemaligen arbeitskollegen - damit mein "s-budget-börseeeerl" nicht an magersucht erkrankt ... (mehr darf ich ja nicht hier schreiben, sonst krieg ich noch probleme mit dem arbeitsmarktservice, dem ich unterstelle, dass es diverse blogs ja auch liest ... - sind ja auch net deppat und ziehen sich den seelenstriptease ihrer arbeitslosen klienten volle rein)
und seht ihr - hier ist es. hier ist der knackpunkt. in meiner therapie genauso wie hier - die hose knittert sich schon unter den knieen - bald haut's mich hin, weil ich keinen schritt mehr setzen kann ...
ich muss doch wirklich in einem nebensatz anklingen lassen, dass ich eigentlich mehr arbeite als nur geringfügig. - eigentlich hab ich ja wieder einen terminkalender und eigentlich hackel ich eh die ganze zeit - ich darf's nur nicht sagen, weil überall könnten ja spitzel der einkommenssituationen sein ... aber ich muss es andeuten - es soll doch um gottes willen nicht der eindruck entstehen, die eva, die sich früher einen wolf gearbeitet hat, tut jetzt nix mehr ? ... tststssts wo kämen wir denn da hin?
also - ist euch leserInnen jetzt klar, was ich in meiner auszeit mache?
ich nehme mir zeit ... einerseits für meine psyche, andererseits für dinge, die mir jetzt spass machen - nämlich arbeiten.
ich verdiene zwar nix, aber es macht mir spass ...
und am 12. mai gehts für 6 wochen in die psychosoziale rehabilitation. - eigentlich der grund dafür, dass ich jetzt wirklich viele monate zuhause bin. - niemand stellt dich ein, wenn du ihm sagst: "ähm, aber am 12. mai bin ich dann mal für 6 wochen weg - das ist eh okay, oder?"
darauf freu ich mich wirklich enorm. - ich hab schon alles abgewehrt, was mir so angeboten wurde: "wir nehmen uns frei und besuchen dich" - ... oooooh nein diesmal gehören diese 6 wochen absolut mir alleine. da bin ich schwerstens egoist.
und danach ... hm. danach bin ich rehabilitiert. und dann schau ma weiter, was das leben für mich noch alles im angebot hat. - mit meinem s-budget-börseeeeeerl, das schon sehr mager geworden ist. gg
sobald ich jemanden treffe (das vermeide ich ja ein wenig), wird mir die frage gestellt: "hey, was machst'n du jetzt?"- brrrr - die unangenehmste frage des jahrhunderts.
warum, weiss ich nicht wirklich. fühl ich mich wirklich als mensch zweiter klasse? nur weil ich eine auszeit nehme? und nichts "vorzuweisen" habe, was ich früher alles hatte? - meetings, einen vollen termin-kalender, führungsaufgaben, organisationsdenken, stress, neue visitenkarten, ein neues telefon ... etc. pp.
diese lange liste an dingen, die ein gut beschäftigter mittlerer manager einfach haben "muss", ist mir irgendwie in den letzten monaten abhanden gekommen.
ich manage keine betriebs-organisations-einheit mehr, sondern ich manage mich selbst. - tja, das ist genauso sarkastisch wie der haushalts-/familien-manager oder der facility-manager oder so ... finde ich. sag ich mal.
was tue ich also so in meiner auszeit? ich mach eine intensiv-therapie (anstrengend, aber mittlerweile erfolgreicher als früher - früher hatte ich in meiner therapeutin eher eine supervisorin für meinen mittleren management-job - diesen job hat sie übrigens auch sehr gut gemacht, finde ich, sag ich mal); ich arbeite an mir selbst und finde dinge über mich heraus, die einfach unglaublich sind. ... und das nach 45 jahren ...
ich arbeite geringfügig in der agentur eines ehemaligen arbeitskollegen - damit mein "s-budget-börseeeerl" nicht an magersucht erkrankt ... (mehr darf ich ja nicht hier schreiben, sonst krieg ich noch probleme mit dem arbeitsmarktservice, dem ich unterstelle, dass es diverse blogs ja auch liest ... - sind ja auch net deppat und ziehen sich den seelenstriptease ihrer arbeitslosen klienten volle rein)
und seht ihr - hier ist es. hier ist der knackpunkt. in meiner therapie genauso wie hier - die hose knittert sich schon unter den knieen - bald haut's mich hin, weil ich keinen schritt mehr setzen kann ...
ich muss doch wirklich in einem nebensatz anklingen lassen, dass ich eigentlich mehr arbeite als nur geringfügig. - eigentlich hab ich ja wieder einen terminkalender und eigentlich hackel ich eh die ganze zeit - ich darf's nur nicht sagen, weil überall könnten ja spitzel der einkommenssituationen sein ... aber ich muss es andeuten - es soll doch um gottes willen nicht der eindruck entstehen, die eva, die sich früher einen wolf gearbeitet hat, tut jetzt nix mehr ? ... tststssts wo kämen wir denn da hin?
also - ist euch leserInnen jetzt klar, was ich in meiner auszeit mache?
und am 12. mai gehts für 6 wochen in die psychosoziale rehabilitation. - eigentlich der grund dafür, dass ich jetzt wirklich viele monate zuhause bin. - niemand stellt dich ein, wenn du ihm sagst: "ähm, aber am 12. mai bin ich dann mal für 6 wochen weg - das ist eh okay, oder?"
darauf freu ich mich wirklich enorm. - ich hab schon alles abgewehrt, was mir so angeboten wurde: "wir nehmen uns frei und besuchen dich" - ... oooooh nein diesmal gehören diese 6 wochen absolut mir alleine. da bin ich schwerstens egoist.
und danach ... hm. danach bin ich rehabilitiert. und dann schau ma weiter, was das leben für mich noch alles im angebot hat. - mit meinem s-budget-börseeeeeerl, das schon sehr mager geworden ist. gg
facebook, stay friend, xing ...
hm, ist schon lustig. jetzt bin ich business-mässig im xing registriert. dort pflege ich - mehr oder weniger - meine geschäftlichen kontakte. is ja auch notwendig ... 
stay friends - dazu hat man(n) mich überredet - immerhin waren zwei oder drei meiner ehemaligen schulfreunde schon dort registriert - und warum nicht den kontakt wiederbeleben? - ist nur eher ein schwerfälliges forum ...
und jetzt brandaktuell seit zwei monaten: facebook - ein forum, in dem sich freunde (wieder)finden, sich austauschen, ihre aktuellen (de)motivationen dort offen kundtun, und - ähnlich wie in einem blog - sich anderen mitteilen
da lern ich seiten von menschen kennen, die mir während der letzten 10 jahre fremd und verborgen waren ...
unglaublich.
naja, ist alles recht witzig - und jedes für sich genommen - der digitale versuch, in kontakt zu bleiben. - würd auch nicht funktionieren, wenn man sich nicht ab und zu mal persönlich trifft - sag ich mal.
stay friends - dazu hat man(n) mich überredet - immerhin waren zwei oder drei meiner ehemaligen schulfreunde schon dort registriert - und warum nicht den kontakt wiederbeleben? - ist nur eher ein schwerfälliges forum ...
und jetzt brandaktuell seit zwei monaten: facebook - ein forum, in dem sich freunde (wieder)finden, sich austauschen, ihre aktuellen (de)motivationen dort offen kundtun, und - ähnlich wie in einem blog - sich anderen mitteilen
da lern ich seiten von menschen kennen, die mir während der letzten 10 jahre fremd und verborgen waren ...
naja, ist alles recht witzig - und jedes für sich genommen - der digitale versuch, in kontakt zu bleiben. - würd auch nicht funktionieren, wenn man sich nicht ab und zu mal persönlich trifft - sag ich mal.
lange nicht gebloggt ...
hm, lange nicht gebloggt. ... weiss auch, warum. ist halt so. manchmal gibt es phasen im leben, über die man lieber selbst nachdenkt und das auch für sich behält.
bloggen ist ja sowas wie gedanken nach aussen tragen - und manchmal könnten andere ja diese gedanken dann auch kommentieren - was eh kaum jemand tut, ausser er gehört der [spam]gemeinde an.
so legt jeder blogger seine gedankenwelt anderen dar und freut sich, wenn er von vielen gelesen wird.
wir leben in einem sehr voyeuristischen zeitalter. das hat mit big brother begonnen. ...
bloggen ist ja sowas wie gedanken nach aussen tragen - und manchmal könnten andere ja diese gedanken dann auch kommentieren - was eh kaum jemand tut, ausser er gehört der [spam]gemeinde an.
so legt jeder blogger seine gedankenwelt anderen dar und freut sich, wenn er von vielen gelesen wird.
wir leben in einem sehr voyeuristischen zeitalter. das hat mit big brother begonnen. ...
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